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    Chronik 19. Jahrhundert

    1874


    Gründungsfest! 
    Textpassage- Linzer) Tages-Post-04. Juni 1874-Korrespondenzen. Pabneukirchen, am 31. Mai 1874. Der Frühling ist bereits hinter unserem Rücken, und der Sommer bereits in unserer romantischen Gegend, deren Bewohner dem Fortschritt huldigen, wieder eingekehrt. Wer sollte ihm nicht zujauchzen, dem freundlichen lieben Gast, der Leben und Freude bringt überall, wo er sich zeigt. Doppelt schön lacht uns der heutige Tag entgegen, denn schon am frühen Morgen erdröhnten Böllerschüsse, um die Bewohner unsres Marktes auf die Füße zu bringen, und selbe zu einer seltenen Feierlichkeit zu laden. Heute fand hier die Fahnenweihe, der sich in verhältnismäßig kurzer Zeit organisierten, aus 50 Mann bestehenden freiwilligen Feuerwehr statt. Hinzu kommt aber auch das Gründungsfest und die Angelobung. Der Markt wurde hierzu geschmackvollst dekoriert und die Triumphbögen prangten im vollsten Glanz. Um 8.00 Uhr Früh versammelten sich sämtliche Mitglieder vor dem Depot, sodann bewegte sich der Zug unter Anschluss der geladenen Gäste, als auch der der Freiwilligen Feuerwehr von Königswiesen und Grein, welche zahlreich versammelt waren, nebst den zur Pfarrgemeinde Pabneukirchen gehörenden Gemeindevertretungen unter Führung ihres tüchtigen Obmannes, Herrn Michael Sengstschmied, Bräuhausbesitzer und der Fahnenmutter, bürgerliche Fleischhauer-Gattin Maria Lutz. Sodann ging es zur Kirche, wo ein feierliches Hochamt gehalten wurde, woraus die Fahnenweihe mit einer sehr herzergreifenden Anrede an die Mitglieder der Feuerwehr von Seite unseres allbeliebten Herrn Dechant Anton Mühlbauer, worin besonders nach einem kurzen Auszuge aus den Statuten, die Nützlichkeit und Unentbehrlichkeit dieses Institutes erwähnt wurde, stattfand. Nachmittags versammelten sich sämtliche Mitglieder in den Lokalitäten des Herrn Obmannes zu einer geselligen Unterhaltung. Hier wurde der erste Toast zu Ehren des Herrn Obmannes, der Fahnenmutter und jener Männer, welchen das Zustandebringen der Feuerwehr zu verdanken ist, so wie auch den zum Pfarrsprengel Pabneukirchen gehörenden Gemeinde-Vertretungen ausgebracht. Hierauf folgte Toast auf Toast und als bereits die Mitternachtsstunde heranrückte, verließen die Gäste, mit Ausnahme der fremden Feuerwehren, welche schon Nachmittags abzogen, das Lokal. Möge daher auch die zwar noch junge Feuerwehr in kurzer Zeit tüchtig geschult sein, möge es besonders den Gemeinden am Herzen liegen, milde Beiträge zu leisten, damit das Institut auch in Kürze vollends ausgerüstet werde, um seinem Zwecke vollkommen entsprechen zu können.

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